
Tissot hat letzten Monat den PR516 Automatic Chronograph herausgebracht. Die coole Farbgebung und das automatische Kaliber haben unser Interesse geweckt. Heute werde ich also einen ausprobieren, um zu sehen, was es damit auf sich hat. Könnte dies der Chronograph sein, den man im Segment unter 2.500 € kaufen sollte, oder ist er nicht das Ziel?
Dieses neue Modell führt in der Tissot PR516-Reihe ein Chronographenwerk mit Automatikaufzug ein. Das hat das Potenzial, ihn zum ultimativen PR516 zu machen, also lasst es uns herausfinden!
Der Tissot PR516 Automatic Chronograph
Beginnen wir mit einer kurzen Zusammenfassung der Spezifikationen des PR516 Automatic Chronograph. Für eine vollständige Übersicht gehen Sie zurück zu RJs Einführungsartikel. Sie erhalten ein 41 mm großes Edelstahlgehäuse mit einer Länge von 49,5 mm und einer Dicke von 14,2 mm. Die Ösen sind für 20 mm breite Bänder ausgelegt, was besonders in Kombination mit dem Schnellverschlussarmband nützlich ist. Tissot gibt die Wasserdichtigkeit der Uhr mit 100 Metern an. Ein Saphirglas schützt das Zifferblatt, während ein durchsichtiger Gehäuseboden einen Blick auf das Uhrwerk im Inneren bietet. Ein Ring aus Mineralglas dient sowohl als Tachymeter als auch als Pulsometer mehr lesen.
Im Inneren tickt das Kaliber A05.231, eine Weiterentwicklung des Valjoux 7753. In dieser Ausführung bietet es satte 68 Stunden Autonomie bei einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Ein neues Regelsystem mit einer Nivachron-Spiralfeder ermöglicht eine Genauigkeit von ±5 Sekunden pro Tag.
Der automatische Chronograph Tissot PR516 wird mit einem fünfreihigen Edelstahlarmband mit Schnellverschlussbajonetten geliefert. Die zweiseitige Faltschließe hat den Vorteil, dass sie nur minimale visuelle Unterbrechungen darstellt, hat aber den Nachteil, dass sie keine Mikroeinstellungen ermöglicht.
Ein eisiges Thema
Der automatische Chronograph PR516 wird in einer neuen Farbkombination aus Weiß und Blau geliefert. Das Ergebnis fühlt sich, wenig überraschend, eiskalt an. Besonders gut gefällt mir die Textur des Zifferblatts, das rein matt und nicht reflektierend ist. Interessanterweise ist das Weiß nicht ganz so klinisch, wie es bei Uhren mit weißem Zifferblatt sein kann.
Tissot hat sich für dekorative blaue Details entschieden, anstatt die Chronographenfunktionen farblich zu kennzeichnen. Ich stimme dieser Wahl zu, da sie zu einer sehr sauberen, ausgewogenen Ästhetik führt, ohne die Lesbarkeit oder Funktionalität zu beeinträchtigen. Der charakteristische Tissot-Zeiger und das relativ große Logo weisen die Uhr als Tissot aus.
Das blaue Thema erstreckt sich über das Zifferblatt hinaus bis auf die Einlage aus Mineralglas. Die kombinierten Pulsometer- und Tachymeterskalen, in Weiß gedruckt, sind an der Grenze der Lesbarkeit. Ich denke, ein spezialisierter Typograf hätte sie lesbarer und hübscher machen können. Alles in allem funktioniert das Farbschema ansonsten gut, was zu einer Uhr führt, die sich leicht mit der Kleidung kombinieren lässt.
Den Tissot PR516 Automatic Chronograph tragen
So weit, so gut. Leider endeten die guten Nachrichten, als ich die Uhr umschnallte. Zugegeben, 41 mm x 49,5 mm x 14,2 mm klingt nicht einmal so unvernünftig. Leider präsentiert der Tissot PR516 Automatic Chronograph seine Abmessungen eher plump. Die Uhr hat kastenförmige Seiten und weist keinerlei Rundungen auf, die sich dem Handgelenk anpassen. Um das Ganze noch schlimmer zu machen, macht ihr beträchtliches Gewicht sie besonders kopflastig. Zugegeben, an einem größeren Handgelenk als meinem wäre das nicht annähernd so schlimm. Mein Handgelenk misst jetzt 18 cm und ich würde dies nicht tragen, sowohl wegen der Unbequemlichkeit als auch weil es so klobig aussieht.
Das Armband fühlt sich ziemlich robust an. Es unternimmt einen tapferen Versuch, die Kopflastigkeit durch etwas eigene Masse auszugleichen. Die winzigen abgeschrägten Kanten an den äußeren Gliedern sind ein besonders schönes Detail. Ich frage mich wirklich, warum Tissot sich für dieses Armbanddesign entschieden hat. Der PR516 bietet so viele historisch interessante Alternativen, dass er sich wie eine unnötige Hommage an die Krone anfühlt. Dieses Armband scheint die falsche Wahl zu sein, insbesondere da die Chronographen der Tudor Black Bay einem so ähnlichen Gesamtdesign folgen und die Option mit fünf Reihen bieten.
Am positivsten fiel die Robustheit des Tissot PR516 Automatic Chronograph auf. Er fühlt sich wie ein massiver Stahlblock an, was beruhigend ist. Der Rotor ist hörbar, aber es gibt kein Wackeln wie bei älteren Valjoux 775x-Versionen. Um es ganz deutlich zu sagen: Diese Uhr fühlt sich an wie eine Uhr, mit der man einen Nagel in ein Stück Holz schlagen könnte, was ich bei jeder Sportuhr schätze. Chronographen unter 5.000 € können sich manchmal empfindlich anfühlen, aber der PR516 Automatic hat keine derartigen Probleme.
Abschließende Gedanken zum Tissot PR516 Automatic Chronograph
Insgesamt würde ich den Tissot PR516 Automatic Chronograph als robust, aber unraffiniert beschreiben. Seine Proportionen könnten eleganter sein, und einige Designfehler verhindern, dass er großartig wird. Zugegeben, mir gefällt das Design ziemlich gut. Den Pressebildern zufolge teilte ich RJs Begeisterung darüber. Das übersichtliche Zifferblattlayout und das coole Farbschema funktionieren ziemlich gut. Wenn diese Rezension hart rüberkommt, dann deshalb, weil ich so große Erwartungen hatte.
Würde ich also den Tissot PR516 Automatic Chronograph empfehlen? Nun, ja und nein. Nein aus den oben genannten Gründen. Ja, weil die von mir beschriebenen Designfehler Sie vielleicht nicht stören und Ihnen die massive Präsenz am Handgelenk gefällt. Wenn das der Fall ist, kann ich Ihnen nicht sagen, dass dies eine schlechte Uhr ist, denn das ist sie nicht. Ich wünschte nur, sie wäre etwas raffinierter.
Allerdings ist es notorisch schwierig, automatische Chronographen richtig hinzubekommen, insbesondere mit Rohwerkkalibern. Die dicken Uhrwerke erfordern oft dickere Gehäuse, die dann größere Durchmesser erfordern, damit sie nicht klobig aussehen. Kurz gesagt, es ist eine ernsthafte Herausforderung, und – meiner bescheidenen Meinung nach – hat Tissot sie nicht geschafft.
Was halten Sie vom neuen Tissot PR516 Automatic Chronographen für 1.975 €? Lassen Sie es uns im Kommentarbereich unten wissen!
Uhrenspezifikationen
MARKE
Tissot
MODELL
PR516 Automatik-Chronograph
REFERENZ
T149.462.11.011.00
ZIFFERBLATT
Weiß mit blauen Akzenten, drei Hilfszifferblättern und aufgesetzten Leuchtindizes
GEHÄUSEMATERIAL
Edelstahl
GEHÄUSEABMESSUNGEN
41 mm (Durchmesser) × 49,5 mm (Bandanstoß zu Bandanstoß) × 14,2 mm (Dicke)
GLAS
Saphir
GEHÄUSERÜCKSEITE
Edelstahl mit Sichtfenster (Glasmaterial nicht angegeben), verschraubt
UHRWERK
ETA A05.231: Automatik-Chronograph mit Handaufzug und Stoppfunktion, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, 68 Stunden Gangreserve, 29 Steine, neues Regelsystem (ermöglicht eine beeindruckende Genauigkeit von ±5 Sekunden pro Tag), Nivachron-Spiralfeder
WASSERDICHTIGKEIT
10 bar (100 Meter)
ARMBAND
Fünfreihiges Edelstahlarmband mit Bajonettverschluss
FUNKTIONEN
Uhrzeit (Stunden, Minuten, kleine Sekunde), Chronograph (12-Stunden- und 30-Minuten-Zähler, zentrale Sekunde), Tachymeter-/Pulsometer-Lünette
PREIS
1.975 € (inkl. MwSt.) / 1.895 US$ (exkl. Mehrwertsteuer) / 1.715 £ (inkl. MwSt.)